Jubiläumstour Gross Aubrig, 24.04.2021

Zum Auftakt dieser Jubiläumstour auf den Gross Aubrig hat uns Evi oberhalb der Staumauer viel Interessantes vorgelesen* und die alte sowie die neue Route auf den Gross Aubrig erklärt. Was unsere 5 SFAC-Damen am 6. März 1921 geleistet haben ist unglaublich. Per Eisenbahn sind sie bis nach Siebnen gefahren, dann mit Fuhrwerk weiter. Mit «wehenden Röcken, Strohhüten und Lederstiefelis» haben sie die mehr als 1000 m erklommen und brauchten gemäss Aufzeichnung für den Abstieg weniger lang als wir.

Kaum zu fassen, dass das dannzumal grösste Pumpspeicherwasserwerk seit 1926 in Betrieb ist und die Bauzeit nur 4 Jahre gedauert hat. Die Staumauer mit einer Gesamthöhe von 111 m wovon 66 m sichtbar sind hat im Abendlicht kunstvoll ausgesehen. Der höchste Seestand im Jahreszyklus ist jeweils im Herbst, der tiefste wird im Frühjahr erreicht, bevor die Schneeschmelze einsetzt, was wir gut sehen konnten.

Nach all diesen tollen Erläuterungen ging es stetig bergauf. Die 2. Pause auf der Alp Bärlaui kam sehr willkommen und wir konnten die Landschaft sowie den wunderschönen Ausblick auf den dunkelgrünen Wägitalersee geniessen. Als Zückerchen gab es noch ein schönes Kuckuck-Konzert, was auch beim Zvieri mit Willisauer Ringli nochmals genossen werden konnte.

Gut gestärkt ging es stetig aufwärts. Eine zum Teil matschige Wiese wurde sportlich bewältigt, dann ging es auf trockenem Gras und einem Schneefeld bis zum Gipfel hinauf. Für einige der teilnehmenden 3 Herren und 7 Damen war es zum 1. Mal, und der Ausblick auf den Glärnisch bis zum Stanserhorn entschädigte für die Anstrengungen.

Zum Gruppenfoto auf dem Gipfel fanden alle ein grosses Lächeln und unterschrieben erfreut unter der Jubiläums-Bieretikette im Gipfelbuch. Der Baldern Werbe-Prospekt und die tollen kurzarmigen T-Shirts, die Evi und Monika zur Schau stellten, fanden ebenfalls Anklang. Letzteres können wir dann alle anlässlich der GV bestellen. Juhui.

Gut gelaunt ging es den gleichen Weg abwärts. Just unterhalb der Alp Bärlaui kam uns noch ein flotter Herr mit Alphorn entgegen. Etwas erstaunt waren wir alle, doch er hat uns erklärt, dass dort oben das schönste Echo hallt. Wir wünschten ihm ein schönes Alphornspiel und er uns eine gute Heimfahrt.

 

Gerade rechtzeitig erwischten wir den 17 Uhr Bus und in Siebnen haben wir uns dort beim Kiosk mit Dosenbier und Chips eingedeckt und auf die Jubiläumstour angestossen.

Danke Evi für den schönen und sicheren Tag.

Hélène Sagne

 

* Historischer Roman über den Bau der Wägitaler Staumauer:

Talwasser von Beat Hüppin, Zytglogge Verlag, Basel, 2016

Chörbsch Horn bei Davos, 7.3. 2021

Idealer hätten wir es kaum treffen können! Die ersten Sonnenstrahlen empfingen uns am Bahnhof Frauenkirch, und sonnig blieb es auch den ganzen Tag über abgesehen von ein wenig Bewölkung am Nachmittag. Unser sechst - endlich wieder erlaubt nach den strengen Lockdown-Zeiten - nahmen wir Kurs auf die hübsche kleine Kirche, wonach es bis zum Waldweg hinauf vorübergehend steil und sehr warm wurde. Nach dem Waldaufstieg gabs auf der Stafelalp schon die erste Kaffee-Pause. Weiter über die sonnigen Hänge auf den ersten Grat, womit dann zwei Drittel der 1100 Höhenmeter auch schon bewältigt waren. Der restliche Aufstieg ging trotzdem noch in die Beine, auch angesichts des klebenden Schnees, der mehrere Wachs-Zwischenhalte erforderte. Auf dem Gipfel war es für einmal warm und gemütlich. Grandios die Abfahrt über die Hänge des Erber Bergs, die wir ganz für uns hatten, mit Sulzschnee vom Feinsten bis zur Waldgrenze. Von da an erwartete uns dann noch ein wenig abenteuerliche Suche nach den letzten fahrbaren Durchschlupfen zwischen aperen Flecken, auch lustig. Danke allen für die gute Laune, die gegenseitige Unterstützung und den wunderschönen Tag!

Stella Jegher

Jubiläumstour Schilt, 20.03.2021

Leider konnten wir nicht wie geplant die Route unserer Pionierinnen auf den Schilt unter die Schneeschuhe nehmen, da nach den Schneefällen der letzten Tage die Lawinensituation zu ungünstig war. Milena hat uns mit dem Flügespitz aber eine tolle Alternative angeboten, auf der wir sozusagen in drei Monaten unterwegs waren. Am kalendarischen Frühlingsanfang trafen wir klassische Februar-Bedingungen an: tiefer Neuschnee, frisch verschneite Tannen, die weiter oben sogar noch vereist waren, und eine fast schon hochalpine, aber auf alle Fälle für die Gegend sehr imposante Wächte auf dem Gipfelgrat. Und das Wetter zeigte sich äusserst aprilhaft: Wolken meist über, aber auch mal um uns, zwischendurch Sonnenschein, dann Schneegestöber und sogar glitzernd in der Sonne tanzende Schneeflocken erfreuten uns. Zu Ehren der Gründerinnen klebten wir mangels Gipfelbuch eine Jubiläums-Bieretikette ans Gipfelkreuz und stampften auf dem Abstieg nach Amden die Zahl 100 in den unberührten Neuschnee. Ein grosses Dankeschön an Milena für diesen abwechslungsreichen Tag!

Evi Arrigoni

Vor ziemlich genau 99 Jahren war auch eine Tour in dieser Gegend geplant, die nicht plangemäss durchgeführt werden konnte. Im Protokoll vom 3.3.1922 steht:

Frl. Bösch teilt mit, dass sie vom Verkehrsbureau in Wesen die Nachricht erhalten habe, der Weg auf den Speer sei höchstens bis zur halben Höhe offen; der Schnee sei ca. 80 cm tief. Eine Besteigung sei nicht ratsam. Man ist allgemein einverstanden, die Tour auf den 26. März, ev. auf den 2. April zu verschieben.