Plauschwanderung am Jubiläums-Wochende 21.8.2021

Sechs Frauen und ein Mann wanderten gemütlich von der Station Braunwald nach Nussbüel. Fleissig wurden die "Bänkli' unterwegs benutzt (wir hatten zu viel Zeit). Der Gugelhopf im Bergrestaurant rundete die Wanderung kulinarisch ab.
Marie-Louise Heiri

Über die Orenplatte ans Jubiläums-Sektionswochenende, 21.8.2021

17 Mitglieder haben sich bei mir angemeldet, um von Luchsingen hinauf auf den Brunnenberg via Orenplatte nach Braunwald zu wandern. 7 davon gingen von Verena Wenger geführt zu Fuss in 75 Min. auf den Brunnenberg. Die restlichen 9 reisten eine Stunde später nach Luchsingen und fuhren mit mir mit der Luftseilbahn in 6 Min. auf den Brunnenberg, wo wir von der ersten Gruppe schon erwartet wurden. Von hier ging es weiter hinauf zur mittleren Staffel zur Mittagspause mit Gruppenfoto. Und weiter auf dem Panoramaweg bis zur Abzweigung und dem Abstieg Richtung Orenplatte, von wo wir einen wunderbaren Blick auf die Glarner Berge hatten. Das Wetter war so schön, dass wir jede schattige Strecke des Weges sehr genossen. Weiter ging es über die Orenplatte Richtung Braunwald zum Hotel Cristal, wo wir um ca. 16:30 Uhr ankamen.

Maria Weiss

Jubiläumstour Ortstock, 21.8.2021

99 Jahre und 11 Monate nach der Tour im Gründungsjahr des SFAC Baldern sind wir zu sechst auf den Spuren unserer Ahninnen gewandert. Wie sie am 18. September 1921 haben wir uns an diesem 21. August bei besten Bedingungen zum Ortstock aufgemacht. Die Brächalp, von der die Frauen damals gestartet sind, haben wir bald erreicht und steigen am ausgetrockneten Bergletensee vorbei den Bärentritt hoch - ein Highlight dieser Tour. Auf dem steilen Geröll zur Furggele hoch sind wir froh über die Wolken am Himmel, ab dort saust uns der Wind um die Ohren und wir würden die grosse Wolke, die hartnäckig über uns hängen blieb, gerne fortblasen. Nach Überwindung der Schlüssel-Kraxelstelle kurz vor dem Gipfel auf dem Ortstock angekommen, verziehen sich die Nebelschwaden jedoch schnell und geben den Blick frei auf die diversen, nahen und fernen Gipfel. Der lange Abstieg geht in die Knie und wir sind froh, dass wir nicht noch weiter bis zum Oberblegisee und nach Luchsingen absteigen müssen, wie es die SFAC-Frauen vor fast hundert Jahren taten. Stattdessen werden wir mit dem Jubiläumsapéro im Hotel Cristal und den spannenden Geschichten der SAC-Pionierinnen reich belohnt

Jubiläums-Sektions-Wochenende 21./22. August 2021

Zügig erklimmen die TeilnehmerInnen der Sterntouren und die individuell Angereisten die letzten Höhenmeter zur Terrasse des Hotels Cristal in Braunwald, denn dort lockt der Apéro. Bald vermischen sich die verschiedenen Gruppen. Die angeregten Gespräche beim Nachtessen werden durch kurze Blöcke des Unterhaltungs­programms unterbrochen. Besonders aufmerksam hören alle der Erzählung von Marianne Winkler und Dorothee Dietschi zu über ihr Biwak auf dem Dom bei Gewitter und Schneesturm. Zum Abschluss gibt es ein Feuerwerk, das später vom Aufgang des Vollmonds noch übertroffen wird.
In der Nacht rüttelt ein Sturm an den Fenstern. Schön, dass er nicht schon früher kam und wir die Sterntouren bei Prachtwetter durchführen konnten. Die Berichte zu diesen Touren sind ab Seite 22 zu lesen.
Beim Frühstückbuffet gibt es nicht nur fröhliches Geplauder zu Gipfeli und Müesli, sondern auch verschiedene Grussbotschaften:

Françoise Jaquet, Präsidentin des SAC

Esther Uebelhart, Schauspielerin mit Hanfseil-Lismete

Renée Studer, Präsidentin der Sektion Raimeux

Käthi Flühmann, zweite Bergführerin der Schweiz

Rita Christen, Präsidentin des Schweizer Bergführerverbands

gratulieren uns per Video oder Brief zum Hundertsten.

Die meisten reisen gemütlich heim, ein paar gehen mit Stella auf eine Spontantour.

Monika Saxer, für das OK

Jubiläumstour Gross Spannort, 2.-3.7.2021

Zu dritt starteten wir am Freitag um 9Uhr in Erstfeld (475m) nach einem Znünikafi zur Juli-Jubiläumstour, Stefan als Tourenleiter mit Jakob und mir. Das Wetter für die beiden Tage schien inmitten einer instabilen Lage perfekt. Beim landschaftlich genussvollen Aufstieg durchs wasserreiche Erstfeldertal kamen wir bald ins Schwitzen, und die gemütliche Mittagsrast im Moorgebiet am Fulensee erlaubte dem der wollte (es war nur einer... ) ein kühles Bad. Bei der Hütte (1903m) angekommen, machten wir nach freundlichem Empfang durch das Hüttenteam und nach einer Pause in der Sonne noch einen Ausflug in den nahen Klettergarten. Der Abend endete damit, dass mindestens die Hälfte der Gäste vor einem kleinen Laptop-Bildschirm versammelt das Penaltyschiessen Schweiz-Spanien verfolgte.... bis dann mit der Enttäuschung auch die Nachtruhe einkehrte und nurmehr das Rauschen des Bachs uns in die Nacht begleitete.
Anderntags liefen wir kurz vor fünf Uhr unter verblassenden Sternen los in Richtung Gross Spannort. Ein lachsroter Morgenhimmel kündigte schlechteres Wetter an, doch bis auf den Gipfel sollte uns noch etliche Sonne vergönnt sein. Nach dem abwechslungsreichen Aufstieg zum Graw Stock (2453m) montierten wir Steigeisen und Gstälti und nahmen am Seil den weiten und angesichts der Einsinktiefe etwas beschwerlichen Weg über den Glatt Firn unter die Füsse - die zweitgrösste Eisfläche im Kanton Uri, wie uns die Routenbeschreibung lehrt. Am Spannortjoch (2902m) angelangt, nahmen wir die letzten 300 Höhenmeter Kletterpartie auf Steigeisen in Angriff. Nach einem etwas kniffligen Einstieg über den Bergschrund und durchs erste Couloir - mit einem Fuss auf dem Randfelsen, mit dem anderen Fuss im Schnee, ob das wohl damals 1921 noch anders aussah? – ging es über weitere Kletterstellen und Schneefelder mit immer wieder spektakulären Blicken in die Tiefe hoch bis zum Gipfel (3198m). Gipfelrast mit wundervoller Aussicht – und natürlich mit Jubiläums-Eintrag samt Jubiläumskleber ins Gipfelbuch. Der Abstieg mit vier Abseilstellen war etwas zeitraubender als gedacht – und der Regen kam früher als angekündigt: Um drei Uhr zurück auf dem Graw Stock packten wir statt Picknick eilig unsere Regenjacken aus und machten uns auf den Abstieg zur Hütte. Schon reichlich durchnässt gönnten wir uns daselbst noch ein Zvieri, noch durchnässter erreichten wir gut eineinhalb Stunden später über den steilen und mittlerweile recht rutschigen Geisspfad den Bodenberg und waren froh um den bestellten Taxidienst. Eine schöne, lange, erlebnisreiche Jubiläumstour - schade, waren wir nicht zahlreicher!
Stella Jegher